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Drohnenlagezentrum in Bayern in Betrieb genommen
Zielgruppe sind primär Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS)
Tegernsee, 20. Januar 2026 – Das bundesweit tätige Sicherheitsunternehmen hensec hat ein neues ziviles Drohnenlagezentrum am oberbayerischen Tegernsee in Betrieb genommen. Von dort aus erfolgt eine permanente überregionale Luftraumüberwachung aller verbundenen Einrichtungen. Kommt es zu Drohnensichtungen, die Anlass zur Sorge geben, werden frühzeitig die zuständigen Behörden, die integrierten Leitstellen oder der Werkschutz mit Zuständigkeit für das jeweils betroffene Firmengelände informiert und entsprechend im Vorfeld festgelegte Alarmketten aktiviert.
„Die Inbetriebnahme eines zivilen Drohnenlagezentrum war angesichts der akuten Drohnengefahr überfällig“, erklärt hensec-Inhaber Kevin Heneka. Er ergänzt: „Es ist eine wichtige Maßnahme zu Steigerung der Sicherheit, zur Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen und zum Schutz der Bevölkerung.“ Als kritische Infrastrukturen (KRITIS) gelten die Energie- und Wasserversorgung, das Transport- und Verkehrswesen, der Sektor Gesundheit, die Informations- und Telekommunikationstechnik, das Finanz- und Versicherungswesen, die Lebensmittelversorgung sowie Notfall- und Verwaltungsdienste; ihre Funktionsfähigkeit ist essenziell für die Aufrechterhaltung des täglichen Lebens, der Sicherheit und der Stabilität unserer Gesellschaft. Der jüngste Anschlag auf die Energieversorgung in Berlin mit tagelangem Stromausfall in einem Stadtbezirk, von dem etwa 100.000 Menschen betroffen waren, steht exemplarisch für die Gefahr bei KRITIS-Ausfällen.
Der neue Service richtet sich in erster Linie an die Betreiber kritischer Infrastrukturen in Bayern. Unternehmen aus dem KRITIS-Sektor, aber auch andere Industriebetriebe, Wirtschaftsunternehmen und Behörden können sich an das Zentrum anschließen, um die erhöhte Sicherheitsstufe durch die permanente Drohnenüberwachung in Anspruch zu nehmen.
Das neue Drohnen-Monitoringzentrum verfügt laut Angaben über eine offene Datenstruktur, so dass sich auch bereits vorhandene Systeme leicht integrieren lassen. Zudem können dadurch die erfassten Daten auch standortunabhängig mit anderen Lagezentren ausgetauscht werden.
Technologische Souveränität und Resilienz „made in Germany“
hensec betont, dass das neue Drohnenlagezentrum durchweg mit Technologie „made in Germany“ arbeitet. Erst kürzlich fiel den Angaben zufolge bei einer Vorstellung auf dem letzten Advanced Air Mobility Forum mit der Bayerischen Koordinierungsstelle Drohnen (BayKD) in Oberpfaffenhofen positiv auf, dass das hensec-Luftraumüberwachungssystem als einziges Verbundsystem ohne ausländische Komponenten oder Abhängigkeitkeiten funktioniert.
Dieses Streben nach technologischer Souveränität spiegelt sich laut hensec auch beim Aufbau des neuen Lagezentrums wider. Es bestünden weder bei den verwendeten Betriebssystemen noch bei der Anwendungssoftware oder der Cloud-Infrastruktur Abhängigkeiten zu Konzernen aus Übersee oder dem nicht-Europäischen Ausland, stellt das Sicherheitsunternehmen klar.
Ebenso wichtig ist hensec die technologische Resilienz des neuen Drohnenzentrums. So seien sowohl die Hardwarekomponenten als auch die Arbeitsplätze redundant ausgelegt, damit bei einem eventuellen Komponentenausfall unmittelbar umgeschaltet werden könne. Bei den Arbeitsplätzen verzichtet hensec durchgängig auf Wifi, Bluetooth oder andere Funktechnologien, die potenziell von außen gestört oder manipuliert werden können.
„Die Bedrohungslage ist ernst und wir nehmen sie ernst“, betont hensec-Inhaber Kevin Heneka. Er ergänzt: „Alle KRITIS-Unternehmen sind ebenfalls gut beraten, die Gefahr ernst zu nehmen.“ Bislang gehören je nach Zählweise etwa 2.000 Firmen zum KRITIS-Kreis. Durch das neue NIS2/KRITIS-Dachgesetz sind künftig schätzungsweise mehr als 30.000 Unternehmen betroffen.
Eines von drei Drohnenlagezentren in Deutschland
Bei dem neuen Lagezentrum am Tegernsee handelt es sich um eine von drei ähnlich aufgebauten Drohnenstationen in anderen Bundesländern. Im Verbund lassen sich damit Drohnen an den häufigsten KRITIS-Standorten und Flughäfen bundesweit detektieren, überwachen, identifizieren und entsprechend eine Gefahreneinschätzung vornehmen. Zudem sind die Stationen auch auf das aktive Steuern von Drohnen ausgelegt. Mit der BVLOS Genehmigung können die Zentren dadurch im Krisenfall im Schichtbetrieb eigene Drohnen über zehn Stunden lang ununterbrochen in der Luft steuern – z.B. zur Erstellung von Live-Lagebildern.
Betreiber kritischer Infrastrukturen und Behörden können sich an